„Jesus spricht zu Thomas: weil du mich gesehen hast, darum glaubst du?
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Johannes 20, 29
Wie ist es denn heute mit uns? Wenn jemand sagt, dass er oder sie etwas glaubt, dann wird sofort gefragt: warum denkst du denn das? Wo steht das geschrieben? Was für wissenschaftliche Untersuchungen belegen das? Glauben gehört zur Esoterik, gleichgestellt mit Karten legen und Voodoo.
Glauben heißt: wissen, ohne es belegen zu können. Im Inneren weiß man: das muss wahr sein. Das kann gar nicht anders sein. Ich kann nicht mit unserer heutigen Wissenschaft die Existenz Gottes beweisen. Ich kann nicht sagen, er sieht so aus, er ist an diesem oder jenem Ort, oder er kommuniziert mit mir auf dieser Frequenz oder diese Weise, die jeder nutzen kann.
Und trotzdem ist Gott für mich da, sehr nahe. Im Gebet kann ich mit ihm oder ihr reden. Gott gibt mir Antwort. Er hört mich und er erhört mich. Er sorgt für mich. Alles, was ich brauche und habe, kommt von ihm. Er trägt mich, wenn mir die Sorgen zu schwer werden. Und er tröstet mich, wenn ich traurig bin. Ich bin nie allein. Gott ist nur ein Gebet weit entfernt. Er sieht mich und das ist genug.
Wenn ich in der Bibel lese, dann wird mir klar, dass er nur 2 Dinge von mir verlangt. 1. Ich soll ihn lieben mit allem, was ich habe und bin und 2. Soll ich meine Mitmenschen lieben, weil sie meine Geschwister sind. Wir sind alle von Gott erschaffen. Er will und braucht uns so, wie wir sind, mit allen Ecken und Kanten. Mit allen Zweifeln und mit aller Furcht, dass es vielleicht doch nicht so ist, wie gedacht. Ich kann sein Handeln und seine Beweggründe nicht erklären.
Alles, was ich kann ist ihm vertrauen. Jesus hat ihm vertraut und hat doch den Moment am Kreuz gezweifelt. Und doch hat ihn Gott nach dem Tod wieder auferweckt. Vielleicht liegt darin der Beweis für Gottes Existenz. Unser Vertrauen und Gottes Sorge und Liebe zu uns.
Ich möchte Sie ermutigen auf Gott zu vertrauen. Er schreibt auch auf krummen Linien gerade. Er wird auch uns wieder auferwecken, weil er uns liebt.
In dieser Gewissheit grüße ich Sie
Ihre Marlis Willis
