„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit
wie ein nie versiegender Bach“ Amos 5, 24
wie ein nie versiegender Bach“ Amos 5, 24
Die Textstelle steht im Amos. Der war ein Prophet und sagte dem Volk Israel, dass Gott sein Recht einfordern und seine Gerechtigkeit austeilen wird. Das Volk wird versklavt und in ein fremdes Land geführt werden. Warum? Israel hat die Gebote Gottes vergessen und verdreht. Ihre Oberen, König und Priester, waren selbstherrlich geworden und regierten, wie es ihnen passte. Nun sagt ihnen Amos ihre Strafe an.
Unsere Gesetze fußen auf den 10 Geboten. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht lügen. Schon da werden diese Gebote aufgeweicht. Wie ist es mit der Notlüge? Und wie mit dem Töten im Krieg? Von nicht ehebrechen und die Alten missachten, von Neid und Missgunst will ich gar nicht erst anfangen. Jesus hat diese Gebote für uns vereinfacht: „Du sollst Gott lieben über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Daran kann ich mein Tun und Lassen messen. Aber Jesus hat diese Gebote auch verschärft: „Wer die Frau eines anderen ansieht, und möchte sie haben, hat mit ihr schon die Ehe gebrochen.“ Also schon das Haben Wollen wird mit dem Vollzug gleichgesetzt.
Wenn ich daran denke, dann habe ich alle 10 Gebote gebrochen, inklusive: Du sollst nicht töten! Das ist die Schuld, die ich Gott gegenüber auf mich lade. Jeden Tag neu. Und deswegen brauche ich Jesus. Er hebt meine Schuld auf, wischt sie weg. Das ist der Trost, den ich in Jesus habe.
Sünde ist, wenn ich nicht erkenne, dass ich schuldig geworden bin gegenüber Gott und gegenüber meinen Mitmenschen. Buße tun, das bedeutet nicht, dass ich in Sack und Asche gehen muss und nicht mehr fröhlich sein darf. Buße tun, wie Gott es verlangt, heißt mich zu bessern. Erkennen, was ich falsch mache und es besser zu machen. Mit Jesus kann ich das. Ich darf jeden Tag neu anfangen. Und ich darf jeden Tag um Jesu Hilfe bitten. Das ist der Trost im Evangelium.
Ich wünsche Ihnen Jesu Trost und Hilfe in dieser unsicheren Zeit und einen fröhlichen Neuanfang.
Ihre Marlis Willis
